Ladung

Die beste Nachricht zuerst: E-Autos kann man an jeder haushaltsüblichen Steckdose laden.
Allerdings vertragen nicht alle "normalen" Steckdosen einen Stromfluss von über 2kW über mehrere Stunden. Vorsicht ist also geboten! Aber im Notfall kann man damit in 1 Stunde Reichweite für ca. 10-15 km nachladen, ohne die Stromleitung zu überlasten.

Abhilfe schaffen können die blauen "Campingsteckdosen" (CEE blau). Diese vertragen einen Stromfluss von bis zu 3,7 kW. Die Kosten sind minimal. Hierbei wird 1phasig geladen.

Formel: 230Vx16A=3680 Watt (3,7kW). Allerdings ist das nur Theorie.

Es fließen in der Regel bei 16A-Ladungen ca. 3,5 kW und bei 10A-Ladungen ca. 2,1 kW in der Stunde.

Wer unsicher ist, sollte einen Elektriker um Rat fragen.

Da die meisten E-Autos in der Regel über Nacht geladen werden, reichen 2,1 - 3,5 kW in der Stunde völlig aus.

3phasige Wallboxen sind natürlich teurer und sollten von einem Elektriker installiert werden.

Da die Akkus jederzeit nach- oder zwischengeladen werden können, kann man das betreffende Fahrzeug bei jeder Gelegenheit laden. Eigentlich müsste es "Stehzeug" heißen, denn die Standzeiten liegen bei rund 19-20 Stunden am Tag. Beste Gelegenheit also, um nachts zu laden und morgens immer mit voll geladenem Akku zu starten.

Man kann bei den meisten BEVs die Vorklimatisierung per Bordcomputer einstellen. Dann fährt man zum geplanten Zeitpunkt mit vorgewärmtem oder gekühltem Innenraum los.
Eiskratzen bei laufendem Motor im tiefsten Winter gehört also der Vergangenheit an!
Zum Vorklimatisieren muss das Auto nicht an der Steckdose "hängen", aber es ist natürlich effektiver, weil dann die Vorklimatisierung nicht den Antriebsakku belastet.

Für öffentliches Laden ist beim Kauf dem KFZ in der Regel das passende Kabel beigelegt.
Das sogenannte Notladekabel für die normale Schuko-Steckdose ist beim Kauf meistens inklusive.
Wenn nicht: mit dem Verkäufer verhandeln oder im Internet nach günstigen Ladekabeln suchen.

An den Schnellladesäulen sind die Kabel fest angeschlagen.

Der Ausbau öffentlicher Ladestationen schreitet in Deutschland stetig voran.

An vielen Supermärkten kann man sogar kostenlos während des Einkaufs laden.

Es gibt mittlerweile rund 17.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland.

Und während ich das hier schreibe, sind schon wieder einige dazu gekommen.

In Europa sind es deutlich mehr als 100.000.