Akku

Zu Beginn wurden Elektroautos noch mit Bleiakkus oder mit Nickel-Cadmium-Akkus betrieben.
Diese Akkus sind sehr schwer und die NiCd-Akkus müssen dazu noch alle 6 Monate mit dest. Wasser nachgefüllt werden und arbeiten mit Memory-Effekt.

In den heute aktuellen BEVs sind Lithium-Ionen-Akkumulatoren verbaut,
die komplett wartungsfrei sind und nicht vollständig entladen werden müssen.

Die Ladungen und Entladungen kontrolliert das BMS (Batterie-Management-System).
Obwohl der Akku z.B. im Display eine Vollladung von 100% anzeigt,
ist er in Wirklichkeit nur bis zu ca. 90-95% vollgeladen.
Das passiert beim Entladen (also bei der Nutzung) ähnlich:
Das Display zeigt eine Ladekapazität von 0% an,
aber der Akku ist nicht vollständig "entleert" worden! Er hat noch ca. 5-10% Restkapazität.

Das BMS ist also dafür verantwortlich,
dass die Lithium-Ionen-Akkumulatoren niemals komplett ent- oder vollgeladen werden.
Denn das wäre der "Tod" eines Lithium-Ionen-Akkumulators!

Der "gesunde" Ladebereich liegt bei ca. 10-90%.

Man kann also jederzeit laden und entladen, wie man will.
Das BMS hat das im Griff, und die Akkus nehmen keinen Schaden.

Die Akkukapazität geht bei tiefen und auch bei sehr hohen Temperaturen zurück.
Das liegt am Zusammentreffen von höherem Batteriezelleninnenwiderstand der Batterie und erhöhtem Heizungs-/Klimaaufkommen.

Im Winter, aber auch im Sommer bei extrem heißen Temperaturen sinkt also die Reichweite.

Alle Akkus unterliegen einem Degradationsprozess, der aber nicht so dramatisch ist.
Ein 5 Jahre altes BEV mit ca. 70.000km Laufleistung kann noch immer 85-90% der anfänglichen Reichweite erreichen.

Außerdem erwartet die Akkus ein so genanntes "second life".
Sie können z.B. noch immer für Jahre als Speicher für Solaranlagen eingesetzt werden.

Und wenn es nach ca. 12 -15 Jahren sinnvoller ist diese alten Akkus wieder zu verwerten,
dann ist dies jederzeit möglich!
Das beweisen aktuell 2 Firmen in Deutschland, die sich auf das Recycling von Lithium-Ionen-Akkumulatoren aus BEVs spezialisiert haben.